24.01.2012

Süchtig nach zu viel Internet oder Computerspielen?

Ratgeber von klicksafe.de gibt Tipps gegen Abhängigkeiten

Ratgeber
Ratgeber
Bildquelle: klicksafe.de

Ab wann ist Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen problematisch? Ab welcher Schwelle wird aus der Beschäftigung mit Internet oder Computerspielen eine Abhängigkeit? Eine neue Broschüre der Internetinitiative klicksafe.de nennt Eltern und Erziehern Warnzeichen und zeigt ihnen, wo und wie sie eine sinnvolle Grenze ziehen können. Einfache Antworten gibt es allerdings nicht.

„Nicht jeder, der länger vor dem Bildschirm sitzt, ist gleich abhängig“, heißt es in der Ende 2011 erschienen Broschüre dazu. Wenn Heranwachsende stundenlang vor Konsolen oder Computern säßen, sei das zwar ein Anzeichen, dass ihr Medienkonsum aus dem Ruder zu laufen beginne. Übermäßiger Medienkonsum könne aber auch vorübergehen.

Welche Anzeichen zur Unterscheidung zwischen einer vorübergehenden Phase und einer beginnenden Abhängigkeit taugen, können Eltern oder Erzieher in einer kleinen Checkliste nachlesen. Außerdem führt die Broschüre vorbeugende Maßnahmen auf, damit Kinder erst gar nicht in die Medienabhängigkeit rutschen. Oberstes Gebot demnach: Nicht verbieten, sondern mit Interesse an der Lebenswelt der Kinder teilnehmen. „Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Spiele, Inhalte und mediale Erlebnisse.“ Wer wisse, was sein Kind am Bildschirm tut, könne sinnvoll begleiten und Grenzen setzen.

Die Broschüre nennt Anlaufstellen, an die Eltern sich wenden können, wenn sich ihr Kind bereits in der Medienwelt verloren hat und ermuntert dazu, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die gibt es, etwa beim Fachverband Medienabhängigkeit e.V. oder bei der Ambulanz für Spielsucht. Die Einrichtung der Uni-Klinik Mainz bietet eine Telefonberatung und Therapien zum Schwerpunkt Computerspielsucht. Adressen dieser und weiterer Anlaufpunkte stehen in der Broschüre.

Weiterführende Informationen